
Neufahrn. Die Ethikgruppe der 9. und 10. Klassen gestaltete mit ihrer Ethiklehrerin Anita Stopfer für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 ein besonderes Projekt gegen Rassismus und Diskriminierung. Ziel war es, auf verschiedene Formen von Ausgrenzung aufmerksam zu machen, persönliche Erfahrungen sichtbar zu machen und zum Nachdenken anzuregen.
Der Einstieg in die Veranstaltung erfolgte mit eindrucksvoller Musik und einer kurzen Begrüßung, die das Publikum auf das Thema einstimmte. Anschließend wurden Videobeiträge von vier Schülerinnen gezeigt, in denen sie sich vorstellten und persönlichen und Erfahrungen mit Rassismus authentisch sowie beeindruckend schilderten. Diese persönlichen Einblicke machten deutlich, dass Diskriminierung auch im Alltag vieler junger Menschen eine Rolle spielt.
Im weiteren Verlauf folgte eine Präsentation über Rassismus in den USA, die einen Einblick in historische Hintergründe und aktuelle Entwicklungen gab. Außerdem hörten die Zuschauerinnen und Zuschauer einen Podcast-Beitrag, den sogenannten „Bestie Cast“, in dem zwei Schülerinnen über Diskriminierung gegenüber Frauen sprachen und ihre Gedanken zu Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Vorurteilen teilten.
Zum Abschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich konnten verschiedene Plakate betrachtet werden, die sich unter anderem mit Rassismus in Deutschland sowie mit Zitaten aus politischen Debatten auseinandersetzten.
Die Veranstaltung bot viele neue Perspektiven und regte dazu an, sich kritisch mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und gegenseitigem Respekt auseinanderzusetzen. “Lasst uns gemeinsam Haltung zeigen und widersprechen, wenn Menschen ausgegrenzt und gedemütigt werden”, so der Schlussappell einer betroffenen Schülerin an die Schülerschaft.
